19.30 Uhr CET
										

Vier Kölner Verlage, vier Krimiautor*innen, eine Bühne. Am 15. Oktober wird Köln zur Hauptstadt des Verbrechens. Auf der ersten »Cologne Crime Night« stellen Eva Almstädt, Elisabeth Florin, Carsten Sebastian Henn und Christof Weigold ihre neuen Kriminalromane vor. Spiegel-Bestsellerautorin Eva Almstädt hat mit »Ostseegruft« den fünfzehnten Fall für ihre Ermittlerin Pia Korittkis im Gepäck. Elisabeth Florin reist gemeinsam mit ihrem Commissario Pavarotti an, der in Südtirol ermittelt. Gastrokritiker und Gin-Experte Carsten Sebastian Henn stellt seinen Krimi »Der Gin der Lebens« vor und der Münchner Drehbuchautor Christof Weigold entführt seine Leser*innen in »Die letzte Geliebte« ins das Hollywood der Roaring Twenties.

Wer live vor Ort dabei sein will, sollte sich beeilen, denn im Foyer des Bastei Lübbe Verlags sind in diesem Jahr aufgrund der Corona-Bestimmungen nur wenige Zuschauer*innen zugelassen. Wer keinen der Plätz ergattern kann, muss sich aber nicht grämen: Die Lesung wird live und in Farbe ins Netz übertragen. Also seid dabei: vor Ort oder auf Youtube oder Facebook. Moderiert wird der Abend von Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf.

Wichtig / Anmeldung: Wer die Lesung besuchen will, schreibt per Mail an hettgen@emons-verlag.de. Wir prüfen dann umgehend, ob noch Plätze frei sind und schicken Ihnen eine Bestätigungsmail zurück. Nur mit dieser Bestätigungsmail können wir Ihnen am Abend den Zugang gestatten. Der Eintrittspreis beträgt 18 € und wird vor Ort erhoben.

19.00 Uhr CET
										

Max Annas ist der diesjährige Preisträger des mit 3000 Euro dotierten Crime Cologne Awards. Der Schriftsteller, der 2017 den Deutschen Krimipreis erhalten hatte, wird für seinen Roman „Morduntersuchungskommission – Der Fall Teo Macamo“ (Rowohlt) ausgezeichnet.

Die Begründung der fünfköpfigen Jury im Wortlaut:

„Krimis waren in der DDR sehr beliebt und obwohl sie bei den Offiziellen ein ungeliebtes Genre waren, ließ man ihre Veröffentlichung zu. Verbrechen wurden dem Kapitalismus zugeschrieben und kamen im Sozialismus nicht. Da in den offiziellen Statistiken der DDR kaum Morde verzeichnet wurden, sollten auch die Autoren möglichst auf Morde in den Romanen verzichten, bzw. den Schauplatz notfalls in den Westen verlegen. Max Annas ‚Morduntersuchungskommission – Der Fall Teo Macamo‘ schließt 30 Jahre nach der Wiedervereinigung eine Lücke, indem er seinen Roman im letzten Jahrzehnt der DDR ansiedelt. Durch seinen fast protokollarischen Stil unterstreicht er in einer fast objektiv wirkenden Art und Weise, wie die Lebensverhältnisse in der DDR waren und wie die Menschen sich dort auf diese Lebensverhältnisse einstellten. Gewalt gegen Andere scheint hier beinahe die logische Konsequenz. Mit dem Ermittler Otto Castorp hat er eine Figur geschaffen, deren Welt langsam in sich zusammenfällt, deren baldiges Ende aber noch nicht spürbar ist. Immer wieder muss sich der Leser innerhalb der Geschichte selbst positionieren. Wie hätte man sich selber in dem System verhalten? Annas bedient sich bei dem historischen und bis heute nicht geklärten Mord an dem Mozambikaner Manuel Diogo, dem der Roman auch gewidmet ist. Er verdeutlicht, dass rassische Verbrechen in der DDR kein Einzelfall waren, aber eben auch kein DDR-Phänomen sind. Vielmehr stellt sich beim Lesen die Frage, wie wir heute mit ‚Anderen‘ umgehen. Damit verleiht Max Annas dem Roman und der Thematik eine enorme Aktualität.“

Der Crime Cologne Award zeichnet seit 2015 jährlich einen Kriminalroman aus, der in deutscher Originalsprache erschienen ist, sowohl sprachlich als auch thematisch und psychologisch überzeugt – und dabei spannende Unterhaltung auf herausragendem Niveau bietet. Für den mit 3000 Euro dotierten Award waren neben Annas die folgenden Autoren nominiert:

  • Horst Eckert mit „Im Namen der Lüge“ (Heyne Verlag)
  • Tom Hillenbrand mit „Qube“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch)
  • Petra Ivanov mit „Entführung“ (Unionsverlag)
  • Thomas Ziebula mit „Der rote Judas“ (Wunderlich Verlag)

Vorjahrespreisträgerin des Crime Cologne Awards war Romy Hausmann.

Crime Cologne Award 2020

Die digitale Presiverleihung im Café Ludwig im Museum

19.00 Uhr CET
										

Am 6. September 2020 ist es soweit: Der Crime Cologne Award 2020 wird verliehen. Und weil 2020 bekanntermaßen 2020 ist, müssen wir leider, wie so viele andere Kulturverastaltungen, ins Digitale ausweichen. Pünktlich ab 19.00 Uhr startet die Preisverleihung auf Youtube und auf Facebook. Sie haben die Wahl. Die Links finden Sie hier:

  • Die Digitale Preisverleihung auf Youtube gucken
  • Die Digitale Preisverleihung auf Facebook gucken
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